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Aufbau der Kläranlage

Die Kläranlage wurde 1985 in Betrieb genommen und war ursprünglich auf 4.500 Einwohnerwerte (EW) für eine simultane aerobe Schlammstabilisierung ausgelegt. Im Einzugsgebiet der Kläranlage Mühlheim a.d.D. wird das Abwasser von rd. 4.300 natürlichen Einwohnern sowie im geringen Umfang gewerbliches Abwasser in fünf Entwässerungsgebieten erfasst, zum städtischen Klärwerk abgeleitet, dort mechanisch-biologisch gereinigt und in die Donau eingeleitet

Im Jahr 1988 wurde die Kläranlage um eine Fällungsstufe zur chemischen Phosphorentnahme ergänzt.

Im Jahr 1996 Fertigstellung des Zuleitungssammler nach Mahlstetten und Anschlusss der Gemeinde an die Kläranlage Mühlheim a.d.D..

Im Jahr 2001 erfolgte eine Modernisierung bzw. Optimierung der Kläranlage. Die Gesamtkosten für Rohbau, Maschinen- und Elektrotechnische Ausrüstung lagen bei 660.350 Euro, das Land hatte Fördermittel von 32 % bewilligt. Durch diese Ertüchtigungsmaßnahme konnte die Kapazität der Klärwerkstechnik auf 7.750 Einwohnerwerte erhöht werden.

Im Sommer 2001 finden erste Gespräche über einen möglichen Anschluss der Nachbargemeinde Kolbingen an die Kläranlage Mühlheim statt. Ende des Jahres einigen sich die 3 Kommunen, die Abwässer künftig auf der Kläranlage Mühlheim a.d.D. zu reinigen und einen Abwasserzweckverband zu gründen.

In den folgenden 2 Jahren baut die Gemeinde Kolbigen ein Regenüberlaufbecken mit Retentionsbodenflies und einen Zuleitungssammler zur Kläranlage Mühheim a.d.D., die Nettoinvestitonskosten liegen bei ca. 1.12 Mio. Euro. Nach Fertigstellung des zusätzlichen Nachklärbeckens incl. der elektrotechnischen Anbindung im Spätherbst 2004, hier lagen die Baukosten bei ca. 800.000 Euro, konnte am 21. Dezember 2004 der Abwasserzweckverband Donautal - Heuberg gegründet werden.

Im Juni 2005 erfolgt der Einbau einer Ultrafiltrationsanlage im Auslaufbauwerk zur Donau. Somit wird künftig auch keimfreies Wasser der Donau zugeleitet.

Im Sommer 2007 beauftragt die Gemeinde Böttingen eine Wirtschaftlichkeitsstudie über den Anschluss an die Verbandskläranlage. Am 22.01.2009 stimmt die Verbandsversammlung einer Aufnahme der Gemeinde Böttingen in den Tweckverband zu. Neben dem Bau eines Zuleitungssammlers von Böttingen nach Mahlstetten erfolgt auch eine Optimierung der Verbandskläranlage. Durch die Aktivierung des still gelegten alten Nachklärbeckens zu einem Belebungsbecken wird eine Erweiterung der Kapazität auf 11.000 Einwohnerwerte erreicht. Ab Juni 2011 leitet die Gemeinde Böttingen das Abwasser zur Verbandskläranlage.

Das im Einzugsgebiet der Kläranlage Mühlheim anfallende Abwasser wird zusammen mit den klärwerksinternen Rückläufen (aus dem Schlammspeicher und der Schwimmschlammräumung) durch ein Schneckenpumpwerk so hoch angehoben, dass die anschließende mechanische und biologische Reinigung im freien Gefälle durchflossen werden können. Die mechanische Reinigung besteht aus einer Rechenanlage und aus einem runden Sandfang mit Fettentnahme.

Das mechanisch vorgereinigte Abwasser fließt anschließend in die biologische Reinigungsstufe. Hier erfolgt die biochemische Reinigung des Abwassers mittels Belebtschlammverfahren.

Die Anlage wurde für eine Stickstoffelimination mit vorgeschalteter Denitrifikation und simultaner aerober Schlammstabilisation bemessen. Die im Abwasser enthaltenen Phosphorverbindungen werden parallel zur biochemischen Reinigung unter Zugabe von Eisenchlorid ausgefällt. In der nachfolgenden Nachklärung findet die Abtrennung des Belebtschlammes und der Fällprodukte vom gereinigten Abwasser statt.

Der anfallende Überschussschlamm wird aus dem Rücklaufschlammpumpwerk entnommen, im Schlammspeicher eingedickt entwässert und der thermischen Verwertung zugeführt.

Abwasser-
zweckverband Donautal - Heuberg

Sitz:
Hauptstraße 16
78570 Mühlheim/Donau

07463/9940-0

07463/9940-20

 

Verbandskläranlage

Untere Buchhalde
78570 Mühlheim/Donau
Standort (Stadtplan)

07463/8001

07463/980933

 

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